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IRONMAN 70.3 World Championship

Zur stolzen TTL-Delegation von Qualifizierern zur diesjährigen IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft in Spanien mit über 6300 Athletinnen und Athleten aus 114 Ländern gehören Cécile, Mario, Patrick und Gordi. Hier ist er also, der krönende Abschluss einer ereignisreichen Saison 2025. Der Grundstein dazu legte Mario mit seiner Quali vor einem Jahr beim 70.3 Poreč und Cécile, Patrick und Gordi mit ihrer Qualifikation beim 70.3 in Punta Cana im Mai.

 

Mario:

WM 70.3 Marbella – Eine andere Dimension

Gemeinsam mit Patrick, Cécile und den Müllers ging's nach Marbella – ein wunderschönes Haus mit Pool erwartete uns. Der Pool? Zu kalt zum Schwimmen. 😅 Das Wetter? Perfekt. Alles angerichtet für eine tolle Rennwoche!

Aber dann: Montag angereist, Dienstag und Mittwoch flach im Bett. Countdown bis Sonntag – würde ich überhaupt starten können? Tag für Tag wurde es besser, und am Sonntag wagte ich den Start.

Schwimmen (0:31:41): Schon hier merkte ich zwei Dinge: meine Lunge war noch angeschlagen, und dieses Feld war brutal stark.

Velo (2:53:20): Die Bestätigung. Dutzende Athleten rollten über mich hinweg – diese Leistungsdichte hatte ich so noch nie erlebt. Gab trotzdem alles, aber ab km 50 liessen die Körner nach. Plan B: Sparen für den Halbmarathon. Immerhin: Bei der Abfahrt zeigte der Tacho 80 km/h – neuer persönlicher Rekord! 🚀

Laufen (1:35:49): Ziel war 1:30h, Start mit 4:15 min/km. Und wieder: Dutzende überholten mich – bei diesem Tempo! Da dachte ich nur: "WOW, das ist eine WM, und ich bin dabei!" Die Atmosphäre war unglaublich, die Fans lautstark – inklusive Cécile, Barbara und zwei angereiste Freunde aus Dietikon.

Gesamtzeit: 5:08:50 | Division Rank: 90 | M50-54

Fazit: Glücklich gestartet, glücklich gefinisht. Die Erkenntnis: Eine WM ist eine andere Dimension – sei es die Teilnehmerzahl, sei es die Leistungsdichte.

Am Abend feierten wir bei einem feinen Znacht und analysierten bereits fürs nächste Jahr. Jetzt steige ich happy in die ersehnte Offseason und freue mich, wieder entspannt mit den Vereinskollegen zu trainieren. 💪

 

Patrick:

Als Abschluss der Season 2025 stand noch die 70.3 WM in Marbella auf dem Plan. Ich hatte im Mai nie damit gerechnet das ich mich in Punta Cana für die WM qualifizieren würde. Aber dann hat es doch geklappt.

Die Woche vor dem Rennen war sehr Erlebnisreich. Wir hatten auf dem Hinflug nur 3 Fahrräder gebucht und sind aber mit 4 Räder am Flughafen aufgetaucht, wir hatten einen der Krank war und nur geschlafen hat, wir hatten ein Fahrrad was beim Transport beschädigt wurde, ein Restaurant was uns vergessen hatte und somit gab es dort kein Abendbrot und am ersten Tag sogar Wellen die 1.5m hoch waren. Trotzdem haben wir es hingebracht, dass wir alle ins Ziel gekommen sind. 

Der Wettkampf selber ging so:

Vor dem Schwimmstart war es noch frisch und somit war es schwieriger warm zu bleiben als an den anderen Wettkämpfen dieses Jahr. Es war der zweite Wettkämpf im 2025 wo ich mit Neopren gestartet bin, sonst waren alle ohne. Dadurch war es auch ein ungewohntes Gefühl was ich beim Schwimmen gespürt habe. Schwimmen lief die erste Hälfte gut, war in der Sollzeit und dann kam das lange Stück gegen die Strömung. Dort habe ich mich dann zu wenig gepusht und somit kam ich dann am Ende auch mit einer Zeit aus dem Wasser wo ich beim ersten Mal enttäuscht war. Es war nie das Ziel um den Sieg mit zu mischen aber hatte schon etwas die Hoffnung das meine Schwimmkünste mir es ermöglichen würden, zu mindest beim Schwimmen, vorne mit zu mischen. Das war leider nicht der Fall.

Dann aufs Rad und mit 1800 Hm habe ich nicht keine grosse Erwartungen gehabt, aber nach der Besichtigung des ersten Anstieges waren die Nerven etwas beruhigt das ich doch den Berg hochkommen würde. Bin kontrolliert den Berg hochgefahren, was nicht der Strategie entsprach, aber sobald ich mehr gedrückt habe, habe ich meine Erkältung/verstopfte Nase gemerkt. Die Abfahren waren um so schöner, mit 80 km/h runter zu donnern, auf breiten Strassen in Areoposition. Manchmal habe ich gewünscht das ich mit einem 62 Kettenblatt gefahren wäre damit ich länger in den Abfahrten drücken könnte. Das Fazit vom Rad, ich sollte auf den Gordi hören, da er mir vor dem Rennen gesagt hat, Bergauf wird voll gedrückt und Bergab wird erholt. Das hätte ich besser umsetzen müssen damit ich schneller unterwegs wäre.

Auf dem Laufen ging es nur noch darum die Stimmung zu geniessen und das WM-Handtuch zu holen. An vielen Ecken waren bekannte Gesichter, die das Leiden verringert haben. 

Ich bin froh das ich dieses Erlebnis mit anderen Teilen durfte, und das an der Reise nach Marbella auch mit einigen Teilen durfte welche auch in Punta Cana am Start waren.

Nach 2 WM-Erlebnissen dieses Jahr, mit denen ich nicht gerechnet habe, bin ich um einige Erfahrungen reicher und motiviert wie je, nicht wieder im hintern ¼ meiner AK zu sein. Es steht einiges vor mir aber hoffentlich auch noch eine Reise an eine WM.

 

Gordi:

3. IRONMAN 70.3 WM-Teilnahme in Serie! Sag niemals nie, denn nach St. George Utah USA 2023 und Taupo Neuseeland 2024 wollte ich mir diesen Massentriathlontourismus nicht mehr antun. Trotzdem nahm ich die Qualifikation in Punta Cana an, natürlich auch wegen der TTL-internen Challenge mit Cécile, Mario und Patrick und dem gemeinsamen Erlebnis, in Spanien zusammen eine Woche zu verbringen und gemeinsam dort zu Starten. Und das ist dann auch schon der grösste Reiz. Weil an der WM selber habe ich keine Chance, vorne mitzumischen. Im Vergleich zu den schnellsten in der selben AK, laufen die über 25 Minuten schneller den Halbmarathon und finischen über 30 Minuten schneller als ich. Wegen dem Reiz: Stimmt nicht ganz - Nach dem 1. Rang bei der Halbdistanz in Locarno im September mit über 10 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten, kitzelte es mich schon, ganz vorne dabei zu sein. 

 

Beim Schwimmen mit Neo im 18 grädigen Meer in der ersten Reihe gestartet, konnte ich mich relativ komfortabel an der Spitze unserer AK halten und musste daher nicht weiter Gas geben - Dachte ich! Durch den Rolling-Start (alle 12 Sekunden starten 8 Athleten) gab es anscheinend im hinteren Feld schnellere Leute. Zeit verschenkt oder Energie für den Rest gespart?

 

Dann der für mich schnelle Wechsel: Mit den Veloschuhen in den Händen zum Velo rennen geht definitiv schneller und die Füsse werden so zusätzlich noch vom Sand befreit - Nicht ganz nach Schweizer-Triathlon-Regeln, aber wenns alle anderen auch so machen…

 

Und ab auf die absolut geniale Velostrecke mit fast 2000 Höhenmeter auf 90km. Von 0 auf 600müM in 40 Minuten auf 18km, erreichte ich immerhin eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 27km/h. Das war auch meine Strategie: In der Steigung am Limit fahren, da bei den anschliessenden Abfahrten (bis zu 80km/h) nicht mehr pedaliert werden kann und eine Zwangserholung von einigen Minuten eingelegt werden muss. Top Feeling, top Erlebnis, aber leider getrübt vom Sturz, als mich dann nach ca. 60 km die jungen Wilden von hinten abgeschossen haben. Zum Glück nur mit Schürfungen (meine verheilen wieder, die am Velo leider nicht) konnte ich das Rennen fortsetzten, verlor dadurch aber leider auch meine Gruppe und fuhr dann bis zur T2 alleine weiter. 

 

Wieder eine (für mich) schnelle Wechselzeit in der Tiefgarage mitten in Marbella und trotz Stau, da sich alle in einer Reihe in der Tiefgarageneinfahrt einfädeln mussten, gings ab auf den Halbmarathon.

 

Ganz WM-Like ist die Laufstrecke gespickt mit zum Teil knackigen Steigungen und doch einigen Höhenmetern, Pflastersteinen und sandigen Wegabschnitten, der traumhaften Promenaden, dem Park und dem Hafensteg von Marbella entlang. Ich konnte die Leistung von Locarno wiederholen, eventuell auch dank dem regelmässigen Krafttraining der letzten Wochen?

 

Immerhin Nummer 55 der Welt und 4. Schweizer von über 270 angemeldeten in der AK 55-59, seit 2003 der 90. Wettkampf und die 20. Halbdistanz - Der Reiz ist noch nicht verflogen!

 

Herzliche Gratulation allen WM-Finisher und den starken Leistungen:

 

Resultate:

Cécile Swim 38:13 Bike 3:33:29 Run 2:00:56 Total 6:22:02 (AK 124 von 290)

Mario Swim 31:41 Bike 2:53:20 Run 1:35:49 Total 5:08:51 (AK 90 von 342)

Patrick Swim 30:54 Bike 3:16:39 Run 2:03:52 Total 6:01:04 (AK 407 von 431)

Gordi Swim 30.58 Bike 2:54:26 Run 1:45:40 Total 5:19:28 (AK 55 von 244)