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Ironman 70.3 Rapperswil

Nicole:

WM-Ticket gelöst! Ein perfekter Tag beim IRONMAN 70.3 Rapperswil Am vergangenen Sonntag, dem 7. Juni 2026, stand mit dem IRONMAN 70.3 Switzerland in Rapperswil ein echtes Highlight auf dem Programm. Nach einer optimal verlaufenen Vorbereitung ging ich mit einer gehörigen Portion Vorfreude an den Start.

Bereits beim letzen Check der Wechselzone war meine Stimmung super. Es tat gut, vor dem Startschuss so viele bekannte Gesichter aus dem Club zu treffen: Martin, Sami, Aldo, Nina und Julia waren ebenfalls vor Ort. Die ansteckende Vorfreude und die gute Laune der Truppe nahmen mir die letzte Nervosität – ich war absolut parat!

Das Schwimmen im knapp 20 Grad warmen Zürichsee bot perfekte Bedingungen für den Auftakt. Der Rhythmus passte, und die erste Disziplin war schnell absolviert. In der Wechselzone wartete dann allerdings die erste kleine Herausforderung des Tages: Mein Neoprenanzug leistete unerwarteten Widerstand. Während ich noch mit dem widerspenstigen Material kämpfte, zog Martin prompt an mir vorbei – Schwups und weg war er. Ich sah ihn erst im Ziel wieder.

Dann kam die Radstrecke mit ihren knackigen Höhenmetern. Die Beine fühlten sich stark an, sodass ich die Hügel mit richtig Druck fahren konnte. Am Ende lag ich sogar noch etwas über meiner geplanten Pace.

Auf der Laufstrecke wurde es dann richtig heiss. Der Körper arbeitete auf Hochtouren um die Pace zu halten und die Mittagssonne heizte von oben noch zusätzlich ein. Ein grosses Dankeschön an die Organisation für die perfekt platzierten Duschen an der Strecke – diese Abkühlungen waren auf jedem Kilometer Gold wert.

Der Kampf bis zum Schluss hat sich mehr als gelohnt: Am Ende reichte es für den tollen 3. Rang in meiner Altersklasse! Das absolute Highlight folgte aber direkt danach: Mit dieser Platzierung habe ich mir die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Nizza gesichert!

Die Planung für das Sommer-Programm steht damit fest. Swim-bike-run-eat-sleep.

 

Julia:

Vor einem Jahr habe ich mich für Rapperswil angemeldet, und plötzlich war der Tag da: mein erster Mitteldistanz-Triathlon und überhaupt erst mein zweiter Triathlon. Normale Menschen bauen so etwas wahrscheinlich etwas schrittweiser auf, aber ich glaube, ganz normal bin ich da nicht.

Ohne ein anderes Ziel, als ins Ziel zu kommen und die Stimmung zu geniessen, machte ich mich auf den Weg nach Rappi. Mit Schmetterlingen im Bauch, voller Vorfreude und auch ein bisschen Respekt. Das Schwimmen lief besser als erwartet: Ich schaffte es sogar, ziemlich geradeaus zu schwimmen, und nach 40 Minuten kam ich aus dem See. In T1 liess ich mir bewusst etwas Zeit, denn mein Puls war noch ziemlich hoch. Die Radstrecke war grossartig! Unterwegs traf ich ein paar andere Dutchies, und gemeinsam haben wir uns den Witches Hill und den Beast hochgekämpft. Der Gegenwind auf dem Weg zurück nach Rappi hat uns fast ein bisschen Heimatgefühl gegeben. Und dann kam der Lauf. Nach meiner Verletzung in den letzten Monaten hatte ich mich längst von jedem Zeitziel verabschiedet. Ich war einfach froh, locker weiterzutraben und jede Dusche unterwegs ausgiebig zu nutzen. Aber dieses Finish — was für ein Gefühl! Mit 6 Stunden und 20 Minuten war ich vielleicht nicht die Schnellste, aber ich habe jede Minute davon genossen. Und ja, ich schaue schon nach Rennen für nächstes Jahr. Vielleicht diesmal etwas Flaches.

Ein grosses Dankeschön an alle TTL-Mitglieder. Ich habe in den letzten Monaten unglaublich viel von euch gelernt, und eure Unterstützung, Tipps und gemeinsame Begeisterung haben diese Reise noch schöner gemacht.

 

Sami:

Rapperswil 70.3. Nach vielen Trainingseinheiten, einigen Verletzungen und einer Krankheit vor einer Woche war es endlich soweit. Der Wettkampf begann mit großer Anspannung, doch als ich die Ironman-Anlage erreichte, schaltete ich langsam in den Schwimmmodus. Wie bereits erwähnt, war die größte Herausforderung für mich, nachdem ich ins Wasser gegangen war: Ich beschloss, egal was passieren würde, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten. Ich entschied mich, mit den Letzten ins Wasser zu gehen, damit sie mich nicht überrannten. Später schwamm ich viel. Ich blieb ruhig und hielt mein selbstgestecktes Tempo, um in weniger als einer Stunde wieder aus dem Wasser zu kommen. Der zweite Teil begann gar nicht schlecht. Leider verlor ich nach etwa 12 km meine Hauptenergieflasche nach einem Beinahe-Unfall mit dem Läufer vor mir am Anstieg. Er musste fast anhalten, weil er nicht mehr konnte und von der Strecke abwich, genau dorthin, wo ich ihn überholen wollte. Dadurch geriet ich in eine scharfe Linkskurve, geriet in ein Schlagloch, und die Flasche fiel heraus und zerbrach auf der Straße. Zum Glück hatte ich noch genügend Gels und eine weitere Trinkflasche auf dem Rad. Ich konnte die Strecke zwar noch beenden, aber der Mangel machte sich gegen Ende und auch beim Laufen bemerkbar, das insgesamt recht gut für mich lief, abgesehen von einigen Muskelkrämpfen, die ich aber in den Griff bekam. Alles in allem war es ein gutes Rennen als Training für Luxemburg.💪💪

 

Aldo:

Die letzten Monate waren bei mir alles andere als ruhig. Wegen der turbulenten Zeit blieb das Training leider etwas auf der Strecke – von „strukturiert“ konnte keine Rede sein. Trotzdem wollte ich in Rapperswil an den Start gehen. Große Erwartungen hatte ich keine; mein einziges Ziel war es, den Tag möglichst ökonomisch zu bestreiten und gesund ins Ziel zu kommen.

Schon beim Einchecken packte mich aber sofort wieder dieses spezielle Ironman-Feeling. Die Vorfreude auf den Sonntag war riesig!

Zum Rennen:

Schwimmen: Damit war ich absolut zufrieden. Erst nach etwa 1400 Metern merkte ich, dass meine Arme langsam schwer wurden und mir die Kraft ausging. (40 min)

Radfahren: Hier war ich ehrlicherweise etwas enttäuscht. Ich hatte gehofft, es würde sich lockerer anfühlen, aber ich musste doch ziemlich hart kämpfen. (3h02)

Laufen: Mein Plan war eigentlich, die ersten 15 Kilometer locker anzugehen und dann auf den letzten 5 Kilometern nochmal Gas zu geben. Aber wie so oft kam es anders – der „Gas-Modus“ wollte heute einfach nicht zünden. (1h57min)

 

Was bleibt? Trotz der harten Momente nehme ich viel Positives mit. Die Stimmung an der Strecke war einfach sensationell! Ein riesiges Dankeschön an meinen persönlichen Fanclub – ohne euch wäre es nur halb so schön gewesen. Am Ende war es für mich ein Tag, den ich einfach nur für mich genießen konnte.

 

Martin:

Mein erster Ironman 70.3: Zwischen Achillessehnen und Zielgerade Die Vorbereitung? Sagen wir: abenteuerlich. Von Achillessehnen-Drama über Wadenzerrungen bis hin zum «Darm-Roulette» eine Woche vor dem Start war alles dabei. Mein Tapering bestand folglich primär aus einer konsequenten Auffüll-Kur für alle Speicher – das muss man auch erst mal sportlich hinbekommen!

 

Pünktlich um 08:00 Uhr stand ich dann mit klopfendem Herzen in der zweitschnellsten Startwelle. Bei perfekten 19 Grad Wassertemperatur habe ich mich geschmeidig an die richtigen Füsse gehängt und bin effizient durch den Obersee geglitten. Der Wechsel in T1 lief erstaunlich flüssig – auch ohne komplizierte Schuh-Montage am Bike.

 

Auf dem Rad lief die erste Runde wie geschmiert, doch auf der zweiten meldete sich die Physik: Die Beine wurden schwerer als erwartet, und ich musste spürbar mehr arbeiten, um das Tempo zu halten. Als es dann auf die Laufstrecke ging, wurde jede Treppe zur taktischen Herausforderung – das Ziel hiess ab jetzt: «Grössere Krämpfe vermeiden, statt Bestzeiten jagen.»

 

Am Ende konnte ich das Rennen trotz allem gut verwalten und bin überglücklich und völlig erschöpft bei unseren Vereinskollegen im Ziel eingelaufen. Ein echtes Brett!

 

Jetzt heisst es: Beine hoch, Akkus laden. Denn der Plan steht: Über den Zürich City Triathlon geht es direkt weiter Richtung Luxemburg – die nächste Chance auf eine PB 😉

 

 

  

Nicole: Swim 31:38, Bike 2:43:54, Run 1:42:38, Total 5:06:02 (AK 3. und WM Slot Nizza)

Julia: Swim 40:18, Bike 3:15:48, Run 2:13:53, Total 5:20:59 (AK 36.)

Nina: Swim 38:37, Bike 3:00:42, Run 1:52:44, Total 5:38:30 (AK 17.)

Sami: Swim 54:44, Bike 3:04:29, Run 1:47:13, Total 5:56:37 (AK 27.)

Martin Swim 32:25, Bike 2:29:30, Run 1:41:46, Total 4:50:01 (AK 14.)

Aldo: Swim 40:01, Bike 3:02:28, Run 1:57:26, Total 5:48:34 (AK 79.)