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Zytturmtriatlon Zug

Kurt:

Endlich Race Day – und der Tag startete mit perfekten Bedingungen: Sonne, blauer Himmel und spiegelglatter Zugersee. Auf Anstoss von Mr. KQ Gordi stellten wir uns in die vorderen Startreihen, was sich auszahlte. Zwar keine Füsse zum Dranhängen gefunden, dafür freie Sicht und genau mein geplantes Tempo geschwommen. Nach rund 500 m zog eine kleine Gruppe vorbei, aber das Gedränge war mir zu hektisch, also blieb ich bei meinem eigenen Rhythmus. Gegen Schluss fühlte es sich zwar etwas hart an, aber insgesamt war das wohl einer meiner besten Schwimmeinsätze überhaupt. Die TTL-Trainings wirken!

Mein Velo stand nur etwa 20 m nach dem Wasserausstieg, daher war die T1 nicht ganz optimal. Dank des frühen Starts war die Wechselzone aber noch fast leer, was bei den engen Durchgängen sehr hilfreich war. Die ersten Kilometer auf dem Rad waren etwas wacklig – ich musste mich erst vom Schwimmen erholen. Nach 500 m verlor ich zudem auf einer kleinen Bodenwelle meine Flasche, konnte sie aber zum Glück schnell wieder einsammeln. Am ersten Anstieg war ich dann im gewünschten Rhythmus. Was für eine tolle Strecke! Eine willkommene Abwechslung zu den sonst oft topfebenen Kursen. Die Abfahrt war mit dem Wind etwas heikel, aber insgesamt war es bestes Type-2-Fun. In meiner schwächsten Disziplin verlor ich natürlich einige Plätze, aber insgesamt war ich mit der Zeit sehr zufrieden.

Die T2 hatte ich im Vorfeld geübt – und das zahlte sich aus: die viertschnellste T2 in meiner Altersklasse! Danach kam allerdings die Rechnung. Die ersten Laufkilometer liefen noch gut, doch nach der Hälfte wurde es schwieriger. Der Kopf wollte schneller, die Beine und Lungen nicht. Kein Einbruch, aber eben auch kein Endsprint, und die angepeilte Laufzeit verpasste ich deutlich.

 

Zum Schluss bleibt nur ein kleiner Wermutstropfen: Das (sehr) ambitionierte Ziel ‘Catch Gordi’ habe ich nur um etwas mehr als eine Minute verpasst 😏 Zum Glück hatte er Hamburg in den Beinen. Trotzdem bin ich mit dem Tag richtig zufrieden!

 

Marcel:

Meine Teilnahme am 14 Juni 2026 - Zytturm Triathlon Zug (Short-Distanz)

 

Vorab noch etwas zu meiner Motivation als Seniorenteilnehmer: Mein Motto lautet seit Jahren „Der Weg ist das Ziel“. Ich investiere mein Geld lieber in Startgelder, Fitness Abos und andere sportliche Aktivitäten als in Arztrechnungen. 🤗 Die erreichten Zeiten sind mir grundsätzlich nicht so wichtig. Allerdings möchte ich natürlich und dass solange es geht - nicht Letzter im Overall-Short-Klassement werden, natürlich vergleiche ich auch meine erreichten Zeiten gerne mit denjenigen meiner Altersklasse.

 

In der Kategorie Short 65+ waren wir lediglich zwei Teilnehmer. Deshalb kam ich etwas unverhofft zu einem Podestplatz. Diesen dürft Ihr aber gerne sofort wieder vergessen! 😊 Entschuldigung 🤷‍♂️ – ich kann ja auch nichts dafür, dass nicht mehr Athleten am Start waren. Wobei diese vermutlich auch nicht schneller gewesen wären! 😉

 

Von den über tausend Startenden (Standard- und Short-Distanz, Frauen und Männer) waren wir lediglich zwei 70-Jährige sowie ein beinahe 80-jähriger Athlet. Mein Jahrgänger gewann die Standard-Kategorie 65+ mit beeindruckenden Zeiten, die ich wahrscheinlich vor 40 Jahren erreicht hätte – einfach genial! 🤩 Auch der fast 80-jährige Teilnehmer absolvierte den Wettkampf mit einer fantastischen Leistung.

 

Da ich eher chaotisch, polysportiv und nach Lust, Laune sowie Tagesform und befinden trainiere als nach einem strukturierten Trainingsplan, würde mich sehr interessieren, wie ein typischer Trainingstag dieser beiden Ausnahmeathleten aussieht.

 

Besonders begeistert hat mich wiederum die Wettkampfatmosphäre: die Gespräche mit anderen Athletinnen und Athleten, beim Ein- und Auschecken, am Schwimmstart sowie an der anschliessenden Siegerehrungen. Auch die Begegnungen mit TTL-Vereinskolleginnen / Vereinskollegen bereiten mir immer wieder grosse Freude.

 

Schwimmen

Mit einer Zeit von rund drei Minuten pro 100 Meter gibt es wenig Grund zum Jubeln. Was mich jedoch am meisten ärgert: Ich kann nicht mehr längere Strecken am Stück kraulen, ohne zwischendurch auf Brustschwimmen umzusteigen. Es fehlt anscheinend an einer lockeren und sauberen Atemtechnik. Das muss ich bis zum Start am Tägi Tri unbedingt in den Griff bekommen!

Hinweis: 100 Meter Schwimmzeit, lag von nicht so langer Zeit – knapp am zwei Minuten Limit! 😊  

 

Radfahren

Diese Disziplin darf ich durchaus als gelungen bezeichnen.

 

Laufen

Mit einer Figur, die eher an einen Kranzschwinger als an einen Läufer erinnert, sind meine acht Minuten pro Kilometer natürlich sehr bescheiden. Eigentlich hatte ich mir sieben Minuten pro Kilometer vorgenommen. Umso mehr freute ich mich über die zahlreichen Anfeuerungsrufe entlang der Strecke, die ich – da ich ja zu meinem Bedauern langsam unterwegs war – gerne mit einem freundlichen Blick und Dankesgruss erwiderte.

 

Mit grosser Bewunderung beobachtete ich die schnelleren Triathletinnen und Triathleten. Selbstverständlich machte ich auf der Ideallinie sofort Platz, wenn sie mit perfekter Lauftechnik an mir vorbeizogen. Gordi und Kurt gehörten übrigens ebenfalls zu dieser schnellen Kategorie!

 

Glücklich und zufrieden erreichte auch ich das Ziel und schlüpfte anschliessend für die verschiedenen Siegerehrung in mein rotes TTL-TriTeamLimmattal-T-Shirt.

 

 

Zum Schluss möchte ich noch sagen: Es ist für mich etwas Besonderes, Mitglied des TTL-TriTeamLimmattal zu sein. Auch wenn meine Resultate bescheiden ausfallen, freue ich mich, Teil eines Vereins mit so vielen hervorragenden und erfolgreichen, erstklassigen und fantastischen Athletinnen und Athleten zu sein.

 

Gordi:

Dank meiner Tochter, die ich während ihrer Swisstriathlon-Kaderzeit an die diversen Schweizer Triathlonwettkämpfe begleitet habe, bin ich auf die Swisstriathlon-Serie aufmerksam geworden. Seitdem nehme ich regelmässig an diesen Wettkämpfen teil, und hatte mich sogar im 2019 durch die gute Jahreswertung für die ITU-Weltmeisterschaften in Lausanne qualifiziert.

 

Auch wenn mittlerweile Mittel- und Volldistanz-Rennen zu meinem Jahresprogramm gehören, bleibe ich der Serie treu. Die Saisonplanung ist dadurch herausfordernd und sicher nicht optimiert. Deshalb musste ich also das Experiment wagen, nur eine Woche nach dem Ironman Hamburg am olympischen Zytturm-Tri teilzunehmen.

 

Schwimmen ist Schwimmen und Velo ist Velo, das geht immer! Laufen auch, aber nicht schneller als Ironman-Pace. Und das ist halt für einen olympischen zu langsam. Ah Laktat! Das haben meine Beine seit über einem halben Jahr nicht mehr gespürt und meldete sich in Form von schweren Beinen nach ca. 5km mit meiner üblichen 10km-Ziel-Pace von 4:25 - 4:30.

 

Trotzdem: Experiment gelungen, ich auf dem 3. AK-Platz und insgesamt fasst eine Minute schneller als letztes Jahr.

 

 

Es hat wieder viel Spass gemacht, zusammen mit Peter, Marcel O. und Kurt zusammen zu starten, von den TTL-Fans angefeuert zu werden und an diesem herrlichen Sommertag Vollgas zu geben!

 

 

Short

Marcel: Swim 15:23 Bike 1:12:25; Run 40:52 Total 2:16:57 (AK 2. Platz)

 

Olympisch:

Kurt: Swim 26:34, Bike 1:05:22 Run 43:25 Total 2:19:.19 (AK 21.)

Gordi: Swim 23:40, Bike 1::02:38, Run 47:15 Total 2:18:08 (AK 3. Platz 1 Woche nach Ironman)